Deutschland lag auf der Vorderseite eines westeuropäischen Höhentroges, an dessen Kaltfront ein ausgedehntes Wolken- und Niederschlagsband gekoppelt war. Mäßig bis örtlich starke Scherung (10–15 m/s in der unteren Troposphäre, 20–30 m/s in 0–6 km) sowie ML-CAPE-Werte von 200 bis lokal über 500 J/kg schufen die Grundlage für organisierten Konvektion mit Superzell- und Tornadopotenzial.
Dieses mal waren wir zu dritt unterwegs. Die erste Fahrt brachte uns zurück nach Neuenkirchen im Kreis Steinfurt wo wir bereits Freitag eine spannende Begegnung mit Mutter Natur hatten. Die Zelle hatte einige schöne Absenkungen an ihrer Basis die sehr dynamisch für uns tanzten. Leider hatte ich zu diesem Zeitpunkt den Großteil meines Kameraequipments in der Hektik zuhause liegen lassen. So wurde diese Zelle nur mit der GoPro hinter der Scheibe im Zeitraffer festgehalten. SORRY :P - Nach einer kleinen Verlagerungsfahrt in Richtung Süden und einem Zwischenstop zum Kameras einsammeln ging es dann weiter etwas südlich von Münster bei Albersloh wo wir uns wieder goldrichtig positioniert hatten um eine weitere recht dynamische Zelle sehr knapp an uns vorbei ziehen zu lassen (ein echter Chaser wird nicht nass). Auch diese hatte eine leicht rotierende Absenkung wie man im Zeitraffer gut erkennen kann. Ein Funnel oder gar Tornado blieben uns leider mal wieder verwehrt - trotzdem war es wieder was fürs Auge und hat Spaß gemacht! Hoffentlich geht die Saison genau so weiter.
